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Liebe Leserin und lieber Leser!

Gedanken zu 2. Mose 20,3
“Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.” 
Losung am 20. Juni 2022

“Schließlich glauben wir doch alle an denselben Gott!”, sagte mein Gesprächspartner zu mir. Damit wollte er die Diskussion über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der christlichen Kirchen offensichtlich beenden. Da es ja nur einen Gott gäbe, könnten doch alle nur an denselben Gott glauben. Das klingt logisch.
Doch schon der römisch-katholische Theologe Karl Rahner sagte: “Gott sei Dank gibt es das nicht, was sich neunzig Prozent der Menschen unter Gott vorstellen!” Gibt es denn das, was sich die übrigen zehn Prozent unter Gott vorstellen? Und wer gehört zu ihnen?
Einer allzu schnellen Vorstellung davon wer, was und wie Gott ist, wird bereits in der Bibel eine Absage erteilt. “Und du sollst deinen Kindern und Kindeskindern kundtun den Tag, da du vor dem HERRN, deinem Gott, standest an dem Berge Horeb, als der HERR zu mir sagte: Versammle mir das Volk, dass ich sie meine Worte hören lasse und sie mich fürchten lernen alle Tage ihres Lebens auf Erden und ihre Kinder lehren. Da tratet ihr herzu und standet unten an dem Berge; der Berg aber stand in Flammen bis in den Himmel hinein, und da war Finsternis, Wolken und Dunkel. Und der HERR redete mit euch mitten aus dem Feuer. Den Klang der Worte hörtet ihr, aber ihr saht keine Gestalt, nur eine Stimme war da. Und er verkündigte euch seinen Bund, den er euch gebot zu halten, nämlich die Zehn Worte, und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln. Und der HERR gebot mir zur selben Zeit, euch Gebote und Rechte zu lehren, dass ihr danach tun sollt in dem Lande, in das ihr zieht, es einzunehmen. So hütet euch um eures Lebens willen - denn ihr habt keine Gestalt gesehen an dem Tage, da der HERR mit euch redete aus dem Feuer auf dem Berge Horeb -, dass ihr euch nicht versündigt und euch irgendein Bildnis macht, das gleich sei einem Mann oder einer Frau, einem Tier auf dem Land oder Vogel unter dem Himmel, dem Gewürm auf der Erde oder einem Fisch im Wasser unter der Erde. Hebe auch nicht deine Augen auf zum Himmel, dass du die Sonne sehest und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, und fallest ab und betest sie an und dienest denen, die der HERR, dein Gott, zugewiesen hat allen Völkern unter dem ganzen Himmel.”
Nicht sehen, sondern hören. Nicht seinen Vorstellungen freien Lauf lassen, sondern lehren und lernen. Drei Mal am Tag zitieren Jüdinnen und Juden die Worte: “Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR ist einer.” (5. Mose 6,4). Als Jesus gefragt wurde: “Welches ist das höchste Gebot von allen?”, nahm Jesus darauf Bezug und sagte: Das höchste Gebot ist das: “Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein.” (Markus 12,28+29). Der Jude Paulus, der nach einer Begegnung mit Jesus sich zu ihm bekannte, sagte: “Der Glaube kommt aus dem Hören” (Römerbrief 10,17). 
Nicht sehen, sondern hören. Nicht seinen Vorstellungen freien Lauf lassen, sondern lehren und lernen. Wer dazu bereit ist, nähert sich Gott so, wie er sich den Menschen offenbart hat. Gott ist der, der von sich sagt: “Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen, und ihr Geschrei über ihre Bedränger habe ich gehört; ich habe ihre Leiden erkannt. Und ich bin herniedergefahren, dass ich sie errette aus der Ägypter Hand und sie aus diesem Lande hinaufführe in ein gutes und weites Land.” (2. Mose 3,7-8)
Gott sieht. Gott hört. Gott kommt in das Elend der Menschen, um sie aus Enge und Bedrängnis zu erretten und zu befreien für ein Leben in einem guten und weiten Land. Diese Grunderfahrung haben die Menschen seines Volkes gemacht - immer wieder neu, immer wieder aktuell. Wenn wir alle an Gott glauben wollen, dann können wir das nur, wenn wir IHN hören. Gott hören wir durch das laute Lesen der Heiligen Schriften Alten und Neuen Testaments. Gott hören wir durch das Wort der Predigt. Gott hören wir besonders durch Christus, seinen Sohn. Jesus sagte zu Menschen in seiner Nähe: “Das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat. Das habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin. Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.” (Johannes 14,24-26). Und so wird das Bekenntnis zu Gott, der Vater und Sohn und Heiliger Geist ist, nicht unwichtig in der Diskussion darüber, ob wir alle an denselben Gott glauben oder nicht. 
Doch wie ist es nun mit den anderen Göttern? Die Geschichte der Menschheit zeigt, dass der Mensch immer wieder das, was der Schöpfer erschaffen hat, vergöttlicht hat. Dazu zählen Sonne, Mond, Sterne, Tiere, Flüsse, Bäume, sowie Erfolg, Reichtum, Sexualität, Krieg, Gewalt. Wer meint, dass dieses Denken überwunden sei, wird schnell eines Besseren belehrt. Im Gegensatz zum Gott Israels, des Vaters von Jesus, geht es in vielen Religionen darum, die einzelnen Menschen klein zu halten oder zu entmündigen. Aber darum geht es Gott nicht, der Mose gesandt hat, um sein Volk aus der Gefangenschaft zu befreien, der sich lieber kreuzigen ließ als die Menschheit zu vernichten, der zur Vergebung der Schuld gestorben ist und um allen Menschen Anteil an dem ewigen Leben zu geben von den Toten auferstanden ist. Und wenn jemand anderes von Gott behauptet, dann ist das nicht derselbe Gott, an dem wir alle glauben. 
“Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.” Das ist Bestandteil der 10 Gebote. Es wird nicht bestritten, dass es andere Mächte und Gewalten gibt, die sich negativ aus unser Leben auswirken können. Aber es wird deutlich gemacht, dass die Menschen, die zu Gott gehören, die “anderen Götter” nicht haben sollen. Und wir brauchen sie auch nicht. Der Gott Israels ist der Gott der Null-Toleranz-Politik gegenüber Unterdrückung, Unfreiheit, Ausbeutung und Menschenverachtung.  Glauben wir an denselben Gott wie die Männer und Frauen seines Volkes, zu denen auch wir durch die Taufe und im Glauben gehören? 

Herzliche Grüße Uwe Hasenberg, Pfr. 

Friedensgebet

Für die Friedensgebete stellt die Evangelische Kirchengemeinde einen Raum zur Verfügung. Dienstags und Donnerstags von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr ist der Raum im Zentrum für Kirche und Kultur, Südstraße 8, geöffnet. Alle sind herzlich willkommen.

 

 

Einführung von Presbyterin Frauke Diebel-Tunckol und Presbyter Bernd Schlienbecker

Am Sonntag Trinitatis, 12. Juni 2022, wurden im Gottesdienst in der Erlöserkirche Presbyterin Frauke Diebel-Tunçkol und Presbyter Bernd Schlienbecker durch den Vorsitzenden Pfarrer Uwe Hasenberg in ihr Amt eingeführt. Damit ist die Anzahl der nicht-ordinierten Mitglieder des Presbyteriums wieder erreicht. Das Presbyterium leitet zusammen mit den Pfarrerinnen und Pfarrer die Kirchengemeinde. Entscheidungen, die das gottesdienstliche Leben betreffen, die Verwendung der Kirchensteuerzuweisungen und freiwilligen Spenden, die Arbeitsfelder Kindertagesstätten und Friedhof, Konfi-Arbeit, und vieles mehr liegen in der Verantwortung des Presbyteriums. Die Ev. Kirchengemeinde Gevelsberg ist Arbeitgeberin von ca. 90 Mitarbeitenden und nimmt so die Rechte und Pflichten des Arbeitgebers wahr. Dazu bedarf es gewissenhafte und zuverlässige Frauen und Männer, die sich in das Amt berufen oder alle vier Jahre wählen lassen und sich zu ihrem Gelöbnis treu verhalten. Die Evangelische Kirchengemeinde freut sich, auch in Presbyterin Frauke Diebel-Tunçkol 
und Presbyter Bernd Schlienbecker solche Menschen gefunden zu haben und bedankt sich für die Bereitschaft dazu. Die Gemeinde wurde im Gottesdienst noch einmal daran erinnert, für die Leitung der Gemeinde zu beten. 

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